Laienspielgruppe

Eine Arbeitsgemeinschaft mit vielen Gesichtern, eine AG, die sich lohnt!

Wie setzt sich die Laienspielgruppe zusammen und welche Texte liegen zugrunde?

Die Laienspielgruppe setzt sich aus cirka 16 Schülern einer Klasse bzw. einer Klassenstufe zusammen.

Die Arbeit wird kontinuierlich von Klasse 1 bis Klasse 4 fortgesetzt.

Die Texte beruhen auf der Grundlage der Erfahrungswelt der kleinen Laienkünstler, die Anforderungen steigen mit zunehmenden Alter.

Es werden weder Märchen noch andere gelesene Geschichten nachgespielt.

Alle Laienspielstücke werden vom Ag-Leiter selbst geschrieben, wobei die Einbeziehung der Kinder altersgemäß geschieht.

 

Welche Ziele liegen zugrunde?

Hauptziel ist nicht die Ausbildung kleiner Schauspieler, sondern die Vorbereitung auf das Leben.

Wer vor Publikum spielt, bekommt Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen.

Wer vor Zuschauern einen Text sagt, muss seine Angst vor Blamagen überwinden.

Wer eine bestimmte Rolle übernimmt, lernt sich in eine andere Person hineinzuversetzen und das Gefühlsleben wird erweitert.

Wer seinen Text vergisst oder sich verspricht merkt, dass ein Mensch der nicht perfekt ist, trotzdem liebenswert sein kann.

Eigene Fehler akzeptieren, selbstkritisch sein, Fehler anderer Mitschüler nicht belächeln, wenn nötig trösten.

Wenn ich nicht pünktlich zur Aufführung erscheine, mein Kostüm nicht vollständig ist oder ich meine Rolle nicht beherrsche, schade ich nicht nur mir, sondern allen anderen Mitspielern.

Teamarbeit ist gefordert

Nicht immer kann ich meine Lieblingsrolle übernehmen, Verzicht ist lernbar.

 

 

Unterstützung der Unterrichtsziele

Laienspiel bereitet Spaß, dieser überwiegt, so dass (unterschiedliche) Lernziele gut verpackt vom Kind nicht wahrgenommen werden. Was kann durch Laienspiel verbessert bzw. erreicht werden?

• Lesen von bekannten und unbekannten Texten

• Sinnbetonter Lesevortrag mit Einsatz von Mimik und Gestik

• Erfassen des Sinnes eines Textes

• Ansprechender Gedichtsvortrag

• Ausdruck

Durch das Einbringen in die Geschichte, kommt es zur Verbesserung des Ausdruckvermögens, Schüler sind kreativ tätig, schulen ihr Anschauungsvermögen und bereichern die Texte durch Phantasie.

Rechtschreibkenntnisse werden durch das Aufschreiben vertieft und grammatische Kenntnisse wiederholt.

Durch den Bau von Requisiten, das Erstellen eines Bühnenbildes, Entwerfen des Kostüms, der Auswahl der Musik bis zum Schreiben von Einladungskarten werden vom Kind logisches Denken, Variabilität, Phantasie und Fingerspitzengefühl gefordert.

 

Und alle haben Spaß dabei!